Die Pferde

die ausgeglichene "Jette af Spannan" (Jahrgang 2006): die gelassene Knabstrupperstute ist die Leitstute  und erfüllt diese Aufgabe mit ihrer natürlichen Autorität. Jette kam im Oktober 2011 aus Dänemark zu uns und hat uns ein kleines, süsses Fohlen geschenkt: "Sunna af Sydgaard". Jette hat ein ruhiges, ausgeglichenes Gemüt, sie ist neugierig und dabei freundlich, nicht aufdringlich und auch sehr nervenstark. Auch nicht Pferdemenschen spüren dies und haben vor Jette keinerlei Angst.
die kecke "Jara af lille hav" (Jahrgang 2008): sie hat jede Menge Schalk hinter den Ohren.
Sie ist meine erste Knabstrupperstute, ich habe sie im Oktober 2008 nach grosser Norddeutschland- Knabstrupper- Besichtigungstour gekauft. Oder eher umgekehrt: innert Sekunden hat sie mich gekauft, es war sofort klar: Sie soll es sein. Am Tag der grossen Reise nach Süddeutschland stand sie dann auch schon am Weidetor, als ob sie sagen wollte: "Wann geht es nun endlich los?"

Pensionär: ... und nun zu unserem Buebl - "Hercule Poirot" (Jahrgang 1990): ein ganz lieber Schweizer Warmblutwallach. Er ist im 2010 aus der Schweiz hierher ausgewandert und geniesst sein Seniorenleben nach seiner Zeit als Schulpferd.  Auch er hat ein sehr ausgeglichenes Temparament und fühlt sich einfach nur wohl. Er wurde seit Laika's Tod zum Bindeglied zwischen den Senioren und den Jungen: er möchte am Liebsten, dass immer alle beinander sind. Er kann dann auch schon mal lautstark wiehern, wenn ein Teil der Herde auf der Weide ist und er möchte, dass sie zurück kommen...!
Pensionärin: Carnival's Jinnee, genannt "Jinnee"  (Jahrgang 1993) - eine schüchterne, ganz feine  Irländerin in spezieller Färbung. Ihre beste Freundin ist Viola, die beiden sind fast immer zusammen anzutreffen. Aber auch Filou darf sich bei ihnen anschliessen und so sieht man sie dann eben oft im Dreiergrüppchen. Jinnee kam mit Hufrehe zu uns - mittlerweile ist aber gar nichts mehr davon zu erkennen: sie kann ganz normal das Weideleben mit allen anderen geniessen - ohne Einschränkung.
Pensionäre: "Viola" (Jahrgang 1990) und "Filou" (Jahrgang ~ 1995) - der Shetlandwallach mit seiner grossen Freibergerstute - seine "grosse Schwester": ein eingespieltes Team die Beiden! Sie sind seit einer Ewigkeit zusammen und haben nach wie vor eine starke Bindung - trotz der Grössenunterschiede.
Sie kamen als COPD Pferde und konnten nur Haylage vertragen. Nach und nach haben wir umgestellt und heute können sie ganz normal das entstaubte Heu fressen, sie haben keinerlei Atemwegsprobleme! Auch nicht mit dem Futterstroh.
Pensionärin: "Hilli" oder ganz korrekt "Hillary" (Jahrgang 2008) - sie bildet zusammen mit Jette und Jara "the Gang". Die drei sind der Kern der Herde und führen sie an. Hilli hat zwar ein sehr sanftes Wesen und liebt es zu kuscheln - doch wenn es um Futter geht, kennt sie nichts! Ein Fribi wie man sie kennt :-).
Die junge Freibergerstute kam wegen einer heftigen Hufknorpelverknöcherung, welche sie zur Frührentnerin machte, zu uns. Doch auch davon hat sie sich sehr gut erholt und galoppiert mit der Herde ohne Probleme mit - anfangs in ihrem typischen Kreuzgalopp und heute nun ganz normal. Bewegung ist eben schon ein gutes Heilmittel!




In Memoriam

Pensionärin: "Jabaskin"  (1985  - 2018)  -  Jabaskin kam zusammen mit Hercule aus der Schweiz angereist. Sie war schon in der Schweiz mein Pensionspferd und für die Besitzerin war klar, dass Jabaskin zu uns nach Frankreich nachreist. Ich denke sie hatte wunderbare Jahre hier bei uns und wurde stolze 33 Jahre alt. Sie liebte die Freihait auf den Weiden, vorallem im Sommer. Im Winter hatte sie doch mehr mit ihrer Arthrose zu kämpfen, obwohl wir ein viel milderes Klima haben. Sie war zwar schon immer etwas ein Aussenseiter, und doch brauchte sie die Herde um sich rum, aber bitte immer mit etwas Distanz.
Die letzten Jahre wurde sie nur noch mit Heuersatzprodukten ernährt (nur weiden konnte sie noch mit den Schneidezähnen), denn leider fehlten ihr fast alle Zähne (Molaren). Doch nicht dies war der Grund ihres Ablebens, sondern sie konnte eines Tages trotz Hilfe nicht mehr aufstehen. Genau wie Laika und zwar nur einen knappen Monat danach. Die beiden sind meine ersten Pferde, die ich in den Tod begleiten musste - es war hart gleich beide im Frühjahr 2018 zu verlieren.
meine liebste "Laika" (1992 - 2018)  -  mit Dir hat alles angefangen. Ich war Deine Reitbeteiligung und nach ein paar Jahren hat die damalige Besitzerin Dich mir geschenkt, weil sie Mama von Zwillingen wurde.
Du warst mir nicht nur eine tolle Mentorin, sondern auch eine liebe Begleiterin durch dick und dünn. Wir haben sehr viel zusammen erlebt und Deine Nervenstärke und Ausgeglichenheit waren für mich immer ein sicherer Anker. Deine sanfte und ruhige Art (nur selten kam das Vollblut durch) war eine Bereicherung, nicht nur für die Herde. In der Herde warst Du der Mediator, Du hast immer in der Gruppe vermittelt und geschlichtet und warst das Bindeglied von allen. Nun führt Hercule Deine Arbeit weiter, zwar nicht ganz so wie Du, aber dennoch macht er seine Aufgabe toll. Hercule war Dein Schatten, er hat Dich überall begleitet. Er war wie ich sehr traurig, als Du nicht mehr aufgestanden bist. Doch die Gruppe hat sehr gut auf ihn aufgepasst und ihn in die Mitte genommen - für uns Menschen war das ganz spannend zu beobachten wie Jara, Jette und Hilli, die sonst nicht so viel mit Hercule zu tun hatten, sich um ihn kümmerten.
Meine liebste Laika - ich vermisse Dich




Ehemalige

Jara's Hengstfohlen: "Danu af Sydgaard" (Jahrgang 2017)  -  der geborene Wonneproppen. 
Er hat es sehr spannend gemacht, Nacht für Nacht habe ich gewacht und gewartet! Doch Jara und Du, ihr habt euch Zeit gelassen! Dann endlich in den ersten Morgenstunden vom 19. Mai 2017 kamst Du auf die Welt. Deine Mama Jara hat das ganz prima gemacht!
Nun bist Du mit Gleichaltrigen in der Bretagne zu Hause, da kannst Du rumtoben und spielen und dich in Ruhe auf deine Zukunft als Zuchthengst vorbereiten.
Pensionärinnen: "Tamana" (Jahrgang 2000) und "Jumaana" (Jahrgang 2006) - die beiden hübschen Araberdamen, Mutter und Tochter, liessen sich leider nicht in die Gruppe integrieren. Wir wünschen den beiden ein schönes, passenderes Zuhause und viele Araberfreunde.
unsere Kleine: "Sunna af Sydgaard" (Jahrgang 2011) -  sie hatte einen schweren Start im Leben und verlor durch einen Unfall ein Auge. Da sie eine kleine Kämpfernatur ist, merkt man heute nicht viel von dieser Behinderung - ausser vielleicht, dass sie den Kopf öfter drehen muss. An sonsten ist sie ein neugieriges, hübsches, freches, süsses Mädel, welches am liebsten den ganzen Tag gekrault werden möchte.
Mit 4 Jahren ist sie in Allgäu umgezogen und hat eine ganz tolle Besitzerin gefunden. Euch Beiden liebe Ute und Sunna von Herzen viel Glück für die Zukunft.
Pensionärin: "Carbonera" (Jahrgang 2007)  - die hübsche PRE Stute war ein knappes Jahr bei uns. Entgegen meiner Überzeugung gibt es wirklich Pferde die für eine Herdenhaltung (vermutlich aus Aufzuchtfehlern) nicht geeignet sind. Und so wanderte Carbonera zurück in die Schweiz. Trotzallem war es eine spannende und lehrreiche Zeit mit ihr und wir wünschen ihr alles Gute in ihrem neuen Zuhause.
Pensionär: "Igor", ein Schweizer Warmblutwallach. Leider wurde Igor entgegen der Vermutung der Besitzerin hengstig und bestieg unsere Laika. Zum Glück war ich zugegen und konnte ihn sofort abtrennen. Auf Dauer war dies keine Lösung. Für mich war das Risiko jedoch  zu gross, ihn wieder in die Gruppe zu lassen. Für mich ist ein hengstiger Wallach mit älteren Seniorinnen und auch jungen Zuchtstuten definitiv nicht tragbar.

Unsere sympathischen niederländischen Nachbarn haben 2 Lipizzanerwallache und die drei Herren kannten sich schon von gemeinsamen Ausritten. Und so war das perfekte Zuhause für ihn eigentlich schnell gefunden... Nun lebt er sichtlich entspannnter in fast ausschliesslicher Männergesellschaft (noch ein Welsh-Ponypaar) und geniesst da sein Seniorenleben. Ende gut alles gut :-)